Mater Dolorosa Bad Rippoldsau

Die im spätklassizistischen Stil von Weinbrennerschüler Christoph Arnold erbaute Pfarr- und Wallfahrtskirche erfuhr 1953-56 und 1980-96 eine eingehende Umgestaltung. Über dem Hochaltar mit wertvollem Aufsatztabernakel aus dem Atelier Anton Kunz, Pforzheim, befindet sich das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes aus dem 14. Jh; über den Seitenaltären Natursteinreliefs von Baumeister Willi Dorn aus St. Georgen mit Darstellungen der Hl. Familie, Luitgard von Wittichen, Bernhard von Baden und Heinrich Seuse von Konstanz. Auf beiden Seiten des Langhauses erstrecken sich lebengroße Heiligenstatuen auf Konsolen, gefertigt von Heinrich Reich, Hüfingen: Nikolaus und Benedkt, sowie die Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor der Große. Der Kirchenraumn erstrahlt in hellen Farben und versucht behutsam auf die ehemals bescheidene Ausstattung des Klassizismus hinzuweisen. Der Kreuzweg stammt von Reiner Dorwarth, ebenso wie das Außenmosaik über dem Eingangsportal, das die Muttergottes mit dem Hl. Meinrad und Hermann dem Lahmen zeigt. Darunter ein wertvolles klassizistisches Friesband aus der Erbauungszeit mit der Aufschrift: "Mein Wort wird in ihm zur Wasserquelle die ewiges Leben spendet".

Gründung einer "Cella St. Nicholai" um 1140 als Benedktinerpriorat von St. Georgen/Schwarzwald, im Volksmund "Klösterle" benannt. Bis 1802 Ausbau und Erweiterung der Klosteranlage; 1806 Auflösung des Klosters durch die Säkularisation und Errichtung einer Pfarrei. 1721 erste Erwähnung einer wundersamen Heilung eines blindgeborenen Mädchens durch Protokolle der Prioren von St. Nikolaus, seither Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes von Bad Rippoldsau dokumentiert. 1956 Änderung des Patronats St. Nikloaus in das Titular "Mater Dolorosa".

Patrozinium:
Mariä Schmerzen (15. September)
Hauptwallfahrtstag:
Schmerzensfreitag (Freitag vor Palmsonntag)
Wallfahrtsamt:
jeden Freitag, 08.45 Uhr

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